Ölgemälde zeigt einen angeketteten Mann, umgeben von trauernden Frauen und Männern in historischer Kleidung.

Berliner Bilder der Aufklärung: Chodowiecki in Berlin

Chodowiecki-Ausstellung in Berlin: die wichtigsten Daten

Die Kabinettausstellung „Daniel Chodowiecki 1726–1801 – Berliner Bilder der Aufklärung“ ist vom 15. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 in der Gemäldegalerie in Berlin zu sehen. Das Angebot richtet sich an Erwachsene. Angaben zu Eintrittspreisen, Buchung, Verkehrsverbindungen und Barrierefreiheit liegen in den bereitgestellten Informationen nicht vor.

Gezeigt wird die Ausstellung vom Kupferstichkabinett in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin, und der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Wer sich für Kunst, Berliner Kulturgeschichte oder die gesellschaftlichen Debatten des 18. Jahrhunderts interessiert, findet hier eine zeitlich klar begrenzte Werkschau.

Über zwanzig Werke und ein Motiv im Mittelpunkt

Die Ausstellung präsentiert über zwanzig bedeutende Arbeiten aus allen Schaffensperioden Daniel Chodowieckis. Zu sehen sind Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde Chodowiecki als Superstar unter den Berliner Künstlern wahrgenommen. Seine Arbeiten verbinden feinsinnigen Humor mit genauer Beobachtung der Gesellschaft.

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Berliner Bilder der Aufklärung: Chodowiecki in Berlin

Besonders ausführlich behandelt wird die Bildschöpfung „Der Abschied des Jean Calas von seiner Familie“. Die wichtigsten Arbeiten zu dem um 1767 entstandenen Motiv werden erstmals aus drei Sammlungen an einem Ort zusammengeführt. Dazu gehören Chodowieckis malerisches Hauptwerk aus der Gemäldegalerie sowie zeichnerische und druckgrafische Fassungen aus weiteren Sammlungen.

Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Das Motiv lässt sich nicht nur als einzelnes Gemälde betrachten, sondern im Vergleich verschiedener künstlerischer Ausarbeitungen nachvollziehen. Gerade dieser Zusammenhang macht den Schwerpunkt der Ausstellung zu einem zentralen Anlaufpunkt des Rundgangs.

Berliner Bilder der Aufklärung: Chodowiecki in Berlin

Jean Calas: Kunst als Beitrag zur Aufklärung

Das Motiv beruht auf dem Schicksal des Toulouser Kaufmanns Jean Calas. Sein Fall gilt als einer der bekanntesten Justizskandale der Aufklärung. Calas wurde trotz fehlender Beweise wegen des Todes seines Sohnes verurteilt und am 10. März 1762 öffentlich hingerichtet. Der Philosoph Voltaire setzte sich anschließend in seiner Schrift „Über die Toleranz“ für die Rehabilitierung von Calas und seiner Familie ein.

Chodowieckis Darstellung zeigt den Abschied des zum Tode verurteilten Mannes von seiner Familie. Die dramatische Szene sollte beim Publikum Rührung und Empathie auslösen und so zur moralischen Bildung beitragen. Die Ausstellung macht damit sichtbar, wie Kunst gesellschaftspolitische Themen aufgreifen und in eine öffentliche Debatte einbringen konnte.

Berliner Bilder der Aufklärung: Chodowiecki in Berlin

Berliner Netzwerke und begleitende Angebote

Weitere Rötelzeichnungen stellen ein Berliner Netzwerk der Aufklärung vor. Dazu zählen unter anderem der Schriftsteller und Verleger Friedrich Nicolai sowie der Religionsphilosoph Moses Mendelssohn. Thematisch geht es außerdem um Bildung, Familie und Gesellschaftsordnung sowie um die neue Debatten- und Diskurskultur des 18. Jahrhunderts.

Begleitend ist eine Kurator*innenführung am 18. September 2026 in der Gemäldegalerie angekündigt. Außerdem findet das Symposium „Daniel Chodowiecki 300“ an mehreren Terminen statt. Für Preise und eine mögliche Buchung sollten Interessierte die Angaben der Staatlichen Museen zu Berlin prüfen; in den vorliegenden Quelldaten sind dazu keine Details genannt. Quelle: Staatliche Museen zu Berlin.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

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