Wer erfahren möchte, ob und welche Unterlagen die Staatssicherheit über die eigene Person hinterlassen hat, kann sich am Sonntag, 13. September 2026, persönlich in Cottbus beraten lassen. Das Bundesarchiv bietet dafür von 13 bis 18 Uhr einen einmaligen Termin in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus an.
Die Beratung richtet sich auch an Menschen, die nach Unterlagen über verstorbene oder vermisste Angehörige suchen. Fachleute des Stasi-Unterlagen-Archivs Frankfurt (Oder) erklären, welche Anträge für das jeweilige Anliegen infrage kommen und welche Fragen vor einer Akteneinsicht geklärt werden können.
Von der Redaktion Monalita.de auf Grundlage einer Mitteilung der Stadt Cottbus vom Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv.
Beratung am 13. September in der Gedenkstätte
Der Termin findet anlässlich des Deutschen Denkmaltags beziehungsweise des Tags des offenen Denkmals statt. Bürgerinnen und Bürger können am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr zur Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus in der Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus, kommen.
Die städtische Mitteilung nennt keine feste Einzelterminvergabe und macht auch keine Angaben zu möglichen Wartezeiten. Wer die Beratung nutzen möchte, sollte deshalb ausreichend Zeit für den Besuch einplanen. Ob für den Zugang weitere organisatorische Vorgaben gelten, geht aus der Ankündigung ebenfalls nicht hervor.

Wer die Beratung nutzen kann
Angesprochen sind zunächst Menschen, die Einsicht in Unterlagen zur eigenen Person beantragen möchten. Der Termin kann insbesondere dabei helfen, vorab zu klären, welche Form der Antragstellung zum persönlichen Anliegen passt und welche Möglichkeiten der Akteneinsicht bestehen.
Auch Fragen zu verstorbenen oder vermissten Angehörigen können vor Ort besprochen werden. Die Ankündigung bestätigt damit, dass solche Anliegen Teil der Beratung sind. Sie enthält jedoch keine näheren Angaben dazu, welche zusätzlichen Nachweise in einem konkreten Angehörigenfall erforderlich sein könnten. Betroffene können den Termin nutzen, um genau diese Voraussetzungen mit den Fachleuten zu klären.
Für die Antragstellung ist ein gültiges Personaldokument nötig
Wer vor Ort einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten stellen möchte, muss ein gültiges Personaldokument mitbringen. Es dient der notwendigen Identitätsprüfung. Die Mitteilung nennt keine bestimmte Dokumentenart über diese Vorgabe hinaus.
Sinnvoll ist es außerdem, das eigene Anliegen möglichst konkret zu formulieren: Geht es um Unterlagen zur eigenen Person, um einen verstorbenen oder vermissten Angehörigen oder um Fragen zu bereits herausgegebenen Akten? So lässt sich im Beratungsgespräch unmittelbar einordnen, welcher Themenbereich betroffen ist. Ob tatsächlich Unterlagen vorhanden sind, lässt sich aus der Veranstaltungsankündigung nicht ableiten.

Dazu geben die Fachleute Auskunft
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Frankfurt (Oder) informieren über die Möglichkeiten einer Antragstellung und beraten zu Anonymisierungen in bereits herausgegebenen Unterlagen. Besucher können sich damit erklären lassen, warum bestimmte Angaben in Dokumenten möglicherweise nicht offen erscheinen und welche Fragen das Archiv dazu beantworten kann.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Decknamen. Die Fachleute erläutern, welche Möglichkeiten zur Entschlüsselung bestehen. Eine Garantie, dass jeder Deckname aufgelöst werden kann, enthält die Mitteilung nicht.
Als Ansprechpartner wird Dr. Sebastian Richter, Leiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Frankfurt (Oder), genannt. Entscheidend für Besucher, die den Termin zur Antragstellung nutzen wollen: Das gültige Personaldokument muss am 13. September zur Gedenkstätte mitgebracht werden.
Quelle: City of Cottbus Press Releases
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Quellennachweis
Termin, Veranstaltungsort, erforderliches Ausweisdokument und Beratungsangebote wurden mit der Mitteilung der Stadt Cottbus abgeglichen.
- Datum und Beratungszeit wurden mit der veröffentlichten Ankündigung abgeglichen.
- Die Anschrift der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus wurde aus der Quelle übernommen.
- Das Erfordernis eines gültigen Personaldokuments wurde ausdrücklich kenntlich gemacht.
- Die Beratung zu Angehörigen, Anonymisierungen und Decknamen wurde auf die genannten Themen...
- Quelle
- Stadt Cottbus – Pressemitteilung
- Umfang
- Cottbus
- Aktualisiert
- 2026-09-07 19:50
Quellenprüfung
Melden Sie ein Vertrauensproblem
Senden Sie ein klares Signal an die Community-Moderation, wenn die Quelle, die Fakten oder der Kontext überprüft werden müssen.
Kommentare