Polizeifahrzeug parkt in einer naturnahen Umgebung für Streifeneinsätze in der Stadt.

Darmstadt: Stadtpolizei setzt in Parks auf mehr Nähe

Von der Monalita.de-Redaktion | Quelle: Pressemitteilung der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Wer in Darmstadts Parks, Grünanlagen, Fußgängerzonen oder der Innenstadt unterwegs ist, kann künftig häufiger Stadtpolizisten auf Fahrrädern begegnen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt will zwei Fahrradstreifen in den regelmäßigen Dienstbetrieb der Stadtpolizei integrieren. Damit soll die Präsenz dort ergänzt werden, wo viele Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und direkte Ansprache leichter möglich ist.

Die Streifen fahren im Früh- und Spätdienst. Nach Angaben der Stadt werden dafür Mitglieder der Stadtpolizei eingesetzt, die selbst regelmäßig Rad fahren und dem Thema besonders verbunden sind. Wo es möglich ist, sollen die Fahrradstreifen in den normalen Dienstablauf eingebunden werden.

Zwei Fahrradstreifen in stark genutzten öffentlichen Räumen

Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Park- und Grünanlagen, Fußgängerzonen sowie der Innenstadt allgemein. Für Passanten, Anwohner und Radfahrer bedeutet das vor allem einen zusätzlichen direkten Ansprechpartner im öffentlichen Raum. Die Stadt verbindet das Konzept ausdrücklich mit einer niedrigschwelligen Kommunikation auf Augenhöhe, besonders gegenüber Fußgängern und anderen Radfahrern.

Darmstadt: Stadtpolizei setzt in Parks auf mehr Nähe

Die Fahrräder sollen dabei nicht nur eine sichtbare Streife ermöglichen. Ihre Wendigkeit kann auch dort von Vorteil sein, wo Wege und Flächen für Fahrzeuge weniger geeignet sind. Laut Stadt können die Einsatzkräfte Rad- oder E-Roller-Fahrer verfolgen, wenn diese sich einer Kontrolle entziehen wollen.

Kontrollen bei Müll, Falschparkern und Hunden in Grünanlagen

Neben Gesprächen und Präsenz übernehmen die Fahrradstreifen konkrete Aufgaben der Stadtpolizei. Die Pressemitteilung nennt Beschwerden über Müll, Falschparker und die Leinenpflicht für Hunde in Grünanlagen. Die neue Streifenform ersetzt diese Aufgaben nicht, sondern ergänzt die bisherigen Einsatzmöglichkeiten der Stadtpolizei an Orten, die mit dem Fahrrad gut erreichbar sind.

Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey stellte das Konzept am 13. vor. Er bezeichnete die Fahrradstreife als sinnvolle Ergänzung des Tätigkeitsgebiets der Stadtpolizei. Besonders die Bestreifung von Parks und Grünflächen sowie der Kontakt mit Fußgängern und Radfahrern würden dadurch erleichtert.

Darmstadt: Stadtpolizei setzt in Parks auf mehr Nähe

Einsatz außerhalb der Schwerpunkte noch offen

Ein Einsatz im gesamten Darmstädter Stadtgebiet ist laut Stadt perspektivisch denkbar. Eine feste Ausweitung über die zunächst genannten Bereiche hinaus wurde jedoch nicht angekündigt. Konkrete Routen, Einsatzorte an einzelnen Tagen oder weitere Fahrradstreifen nennt die Mitteilung nicht.

Für den Alltag in den genannten öffentlichen Räumen heißt das: Die Stadtpolizei kann künftig häufiger direkt mit dem Fahrrad vor Ort sein – sowohl für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern als auch bei den von der Stadt genannten Kontrollaufgaben.

Quelle: Science City of Darmstadt Press Releases

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