Beim Demonstrationszug von der Messe Essen zum Kennedyplatz haben am Samstag, 8. August, zahlreiche Menschen für die Rechte queerer Menschen und eine offene Stadtgesellschaft demonstriert. Der ruhrPRIDE 2026 stand unter dem Motto „Proud. Love. Freedom.“. Nach Angaben der Stadt Essen erhielt die Veranstaltung durch den Anschlag auf den Berliner CSD eine zusätzliche Bedeutung: Es ging neben Feier und Sichtbarkeit auch um die Frage, ob queere Menschen frei und sicher am öffentlichen Leben teilnehmen können.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm als Schirmherr an der Veranstaltung teil. Er betonte, Menschen müssten frei, selbstbestimmt und sicher leben und lieben können. Niemand dürfe sich für die eigene Liebe verstecken oder rechtfertigen müssen.
Vom Messegelände zum Kennedyplatz: Sichtbarkeit in der Innenstadt
Der Demonstrationszug verband das Gelände der Messe Essen mit dem Kennedyplatz in der Essener Innenstadt. Dort wurde für gleiche Rechte, Respekt und Sichtbarkeit demonstriert und gefeiert. Für Menschen in Essen machte der Tag damit im öffentlichen Raum sichtbar, wofür der CSD nach Darstellung der Stadt seit 2004 steht: queeres Leben soll ohne Ausgrenzung seinen Platz in der Stadt haben.
Kufen verwies darauf, dass Zusammenhalt gerade in schwierigen Zeiten sichtbar bleiben müsse. Der ruhrPRIDE sei ein Zeichen für Vielfalt, gleiche Rechte und ein friedliches Miteinander. Die Route in die Innenstadt unterstrich dabei, dass die Anliegen der queeren Community nicht auf einzelne Gruppen oder Veranstaltungsorte beschränkt sind, sondern die gesamte Stadtgesellschaft betreffen.

Anschlag auf den Berliner CSD prägt die Sicherheitsbotschaft
Der diesjährige ruhrPRIDE stand laut Stadt unter dem Eindruck des Anschlags auf den Berliner CSD. Kufen erinnerte an die Opfer und ihre Angehörigen und erklärte, Queerfeindlichkeit und Gewalt hätten in einer offenen Gesellschaft keinen Platz.
Die Botschaft aus Essen war damit ausdrücklich gegen Einschüchterung gerichtet: Sichtbarkeit solle nicht durch Gewalt eingeschränkt werden. Kufen sagte, die Antwort müsse darin bestehen, zusammenzustehen und die Freiheit queerer Menschen zu verteidigen. Konkrete Angaben zu Teilnehmerzahlen oder besonderen Sicherheitsmaßnahmen für die Veranstaltung nennt die Mitteilung der Stadt nicht.
CSD Award würdigt Cornelia Sperlings langjähriges Engagement
Am Montag, 10. August, empfing Kufen Gäste aus Politik, Verwaltung, Stadtgesellschaft und queerer Community im Essener Rathaus. Dort wurde auch Cornelia Sperling als Preisträgerin des CSD Awards gewürdigt.

Sperling engagiert sich laut Stadt seit mehr als fünf Jahrzehnten für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung von Frauen sowie für lesbische Sichtbarkeit. Seit 30 Jahren ist sie bei FLiP e.V. aktiv und beteiligt sich an internationalen Solidaritätsprojekten mit Aktivistinnen in Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. In Essen war sie zudem am Aufbau mehrerer zivilgesellschaftlicher Initiativen beteiligt.
Kufen dankte außerdem dem ruhrPRIDE e.V., ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, beteiligten Vereinen und Institutionen sowie Polizei und Einsatzkräften. Die Angaben beruhen auf einer Pressemitteilung der Stadt Essen.
Quelle: City of Essen Press Releases
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Quellenprüfung Quellencheck
Der Beitrag stützt sich auf die Pressemitteilung der Stadt Essen zum ruhrPRIDE 2026 und dem anschließenden Rathaus-Empfang.
- Datum und Route des Demonstrationszugs wurden mit der städtischen Mitteilung abgeglichen.
- Die Aussagen von Thomas Kufen werden als Zitate beziehungsweise zugeschriebene Positionen...
- Die Angaben zum CSD Award und zu Cornelia Sperlings Engagement stammen aus derselben Quell...
- Quelle
- Stadt Essen – Pressemitteilung
- Umfang
- Essen
- Aktualisiert
- 2026-08-13 09:44
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