Ein Filmteam bereitet eine Szene für eine Stadtführung in Frankfurt-Höchst vor.

Frankfurt-Höchst: Eine Route macht verborgene Geschichte sichtbar

An drei Samstagen im Jahr 2026 führt die Stadtforscherin Tülây Güneș durch Frankfurt-Höchst. Die zweistündigen Rundgänge beginnen am Höchster Bahnhof und zeigen, wie Menschen mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten den Stadtteil geprägt haben. Die Teilnahme kostet fünf Euro; eine Anmeldung beim Besucherservice wird empfohlen.

Bekannte Orte aus postmigrantischer Perspektive

Tülây Güneș verbindet historische, gesellschaftliche und gestalterische Spuren im Stadtraum. Dabei geht es nicht nur um sichtbare Bauwerke, sondern auch um die Frage, wessen Erfahrungen in der lokalen Erinnerung vorkommen und welche Geschichten bislang kaum wahrgenommen werden.

Der Rundgang greift damit zentrale Themen ihres Beitrags im Stadtlabor des Historischen Museums Frankfurt auf: Wer wird als Teil der Stadtgeschichte sichtbar? Wer bleibt außen vor? Und wodurch entsteht Zugehörigkeit in einem Stadtteil, der von unterschiedlichen Lebenswegen geprägt ist?

Vom Höchster Bahnhof bis in die Altstadt

Treffpunkt ist der Höchster Bahnhof am Ausgang Adolf-Haeuser-Straße auf dem südlichen Vorplatz. Von dort führt die Route durch mehrere Bereiche, an denen sich Stadtentwicklung und Migration ablesen lassen.

Zu den Stationen gehören die Dalbergstraße, der Dalbergkreisel, die Königsteiner Straße, die Kreuzung Königsteiner Straße/Bolongarostraße und die Höchster Altstadt. Vertraute Verkehrsachsen und Alltagsorte werden dabei als Schauplätze lokaler Erinnerung betrachtet.

Der Rundgang führt ins künftige Museum

Die Führungen gehören zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“. Sie ist noch bis zum 28. Februar 2027 im Stadtlabor zu sehen.

Ab 2027 soll Güneș ihre Fragestellungen auch in die neue Dauerausstellung im Bolongaropalast einbringen. Eine interaktive Stadtkarte soll dort Denkmäler, Institutionen und alltägliche Orte erfassen und sichtbar machen, wen diese Orte einschließen oder ausschließen.

Termine, Anmeldung und Bezahlung

  • Termine: 15. August, 24. Oktober und 19. Dezember 2026
  • Uhrzeit: jeweils von 11 bis 13 Uhr
  • Treffpunkt: Höchster Bahnhof, Ausgang Adolf-Haeuser-Straße, Vorplatz Süd
  • Teilnahmegebühr: fünf Euro
  • Anmeldung: empfohlen, montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr beim Besucherservice
  • Telefon: 069/212-35154

Die Teilnahmegebühr muss vor Ort in bar und passend bezahlt werden.

Quelle: City of Frankfurt Press News

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