Am Freitag, 28. August, eröffnet um 19 Uhr die Ausstellung „Reclaiming the Space of Worship – An Artistic Manifesto“ in Dortmund. Der Eintritt in der ehemaligen Kirche Heilige Familie, Sadelhof 16 in Dortmund-Marten, ist kostenlos; die Ausstellung ist offen zugänglich und läuft bis zum 26. September.
Wer Kunst als Anlass für Gespräch und gemeinsames Erleben sucht, trifft hier auf einen Sakralraum, der neu gelesen wird. Im Rahmen des MANIFESTA-16+-Programms wird die ehemalige Kirche zum Ort für Arbeiten über Erinnerung, Identität, Zugehörigkeit und Spiritualität aus Perspektiven von Romnja und Sintizze.
Eine ehemalige Kirche wird zum Raum für Begegnung
Die Ausstellung fragt, wie nicht mehr genutzte Kirchengebäude wieder Orte des Austauschs und gemeinschaftlichen Handelns werden können. Dafür entwickeln Amdrita, Arina Costea, Concetta Dewús und Cat Jugravu ortsspezifische Arbeiten für die Heilige Familie.

Installationen, Video, Klang, Malerei und partizipative Elemente greifen die Geschichte des Ortes auf. Die künstlerischen Positionen beziehen sich dabei auf den Ausschluss von Angehörigen der Romnja- und Sintizze-Communities aus Kirchen und häufig auch aus dem gesellschaftlichen Gemeindeleben. Der frühere Sakralraum wird so als Ort kultureller Erinnerung, familiärer Verbindungen und gesellschaftlichen Zusammenhalts bespielt.
Zur Eröffnung am 28. August ist ein offenes Ritual angekündigt, das Besucher*innen einlädt, eigene Formen von Spiritualität neu zu begreifen. Die Zeremonie soll einen öffentlichen Moment des Zusammenkommens schaffen.

Vier Wochen mit Gesprächen und wechselnder Künstlerpräsenz
Die Ausstellung ist nicht allein zum Anschauen gedacht: Während der gesamten Laufzeit sind die beteiligten Künstlerinnen nacheinander vor Ort. Sie aktivieren ihre Arbeiten, stehen für Gespräche bereit und laden Besucher*innen zur Mitgestaltung ein.
| Zeitraum | Künstlerische Präsenz |
|---|---|
| 29. August bis 4. September | Amdrita |
| 5. bis 11. September | Arina Costea |
| 12. bis 18. September | Cat Jugravu |
| 19. bis 26. September | Concetta Dewús |
Am Abschlusswochenende ist zudem ein Konzert geplant: Concetta Dewús lädt Musikerinnen ein, Lieder aus verschiedenen Sintizze- und Romn*ja-Communities in der Kirche zu performen. Ein genauer Termin und eine Uhrzeit für das Konzert sind in den vorliegenden Veranstaltungsangaben nicht genannt.

So liegt die Heilige Familie in Dortmund-Marten
Die Ausstellung findet ausdrücklich nicht im Dortmunder U statt, sondern in der ehemaligen Kirche Heilige Familie an der Adresse Sadelhof 16, 44379 Dortmund. Von der Haltestelle Dortmund-Marten Süd sind es laut Veranstaltungsinformation etwa fünf Gehminuten.
Dortmund-Marten Süd ist mit der Stadtbahn U44, der S-Bahn S4 sowie den Buslinien 462, 463, 464, 466, 480 und E462 erreichbar. Für Besucher*innen mit eingeschränkter Mobilität ist wichtig: Der Zugang zur Kirche ist nicht barrierefrei, da drei Stufen zu überwinden sind.
Das Projekt entsteht gemeinsam mit Save Space e. V., Romano Than e. V. und dem Museum Ostwall im Dortmunder U. Nach Angaben des Dortmunder-U-Programms wurde es für das Manifesta-16+-Programm ausgewählt und realisiert.
Quelle: Dortmunder U – Programm
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Veranstaltungsangaben geprüft
Termin, Ort, Zugang und Anreise beruhen auf den veröffentlichten Veranstaltungsinformationen.
- Eröffnung am 28. August 2026 um 19 Uhr abgeglichen.
- Ausstellungsort Heilige Familie, Sadelhof 16, geprüft.
- Laufzeit bis 26. September 2026 geprüft.
- Hinweis zu drei Stufen am Zugang und zur Anreise über Dortmund-Marten Süd übernommen.
- Quelle
- Dortmunder U – Programm
- Umfang
- Dortmund
- Aktualisiert
- 2026-08-12 14:32
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