Eine Gruppe von Menschen in Silhouetten vor einem hellen Sonnenuntergang auf einem Berg.

Rostock öffnet fünf Tage lang Wege zur Suchthilfe

Von der Redaktion Monalita.de | Stand: 17. August 2026

Vom 7. bis 11. September findet die 32. Rostocker Aktionswoche Sucht und Prävention statt. Das Gesundheitsamt Rostock und weitere Beteiligte wollen über unterschiedliche Formen von Abhängigkeit informieren und den Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten erleichtern.

Fünf Tage für Betroffene, Angehörige und Interessierte

  • Termin: 7. bis 11. September 2026
  • Ort: verschiedene Angebote in Rostock
  • Zielgruppen: Menschen mit Suchterfahrung, Angehörige, Fachkräfte sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger
  • Veranstalter: Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit Beratungsstellen und weiteren Einrichtungen

Die Veranstaltungen sollen Raum für persönliche Fragen und Gespräche schaffen. Sämtliche Rostocker Suchtberatungsstellen beteiligen sich mit eigenen Informationsangeboten. Auch das traditionelle Kegelturnier der Selbsthilfegruppen gehört wieder zum Programm.

Familien, Konsumfolgen und Konflikte im Fokus

Die Aktionswoche greift Situationen auf, die Betroffene und ihr Umfeld unmittelbar belasten können. Dazu gehören Sucht innerhalb der Familie, körperliche Schäden durch den Konsum von Suchtmitteln sowie die Deeskalation bei Begegnungen mit stark berauschten Personen.

Weitere Programmpunkte befassen sich mit problematischem Gaming und Glücksspielsucht. Damit richtet sich die Woche nicht allein an Menschen mit einer diagnostizierten Suchterkrankung, sondern auch an Angehörige und Personen, die erste Warnzeichen oder belastende Verhaltensweisen besser einordnen möchten.

Der zuständige Senator Steffen Bockhahn betont, dass Sucht in allen gesellschaftlichen Schichten vorkomme. Die Aktionswoche solle zeigen, wie vielfältig die Rostocker Präventionslandschaft sei und dass Hilfe erreichbar ist.

Suchtsymposium, KI-Fachtag und Filmabend

Am Dienstag, 8. September, veranstaltet die Universitätsmedizin Rostock ihr 19. Suchtsymposium. Fachleute sprechen über respektvolle Deeskalation bei starker Berauschung, die Stigmatisierung von Menschen mit Suchterkrankungen sowie philosophische Fragen zu Willensfreiheit und Abhängigkeit.

Beim Fachtag am Mittwoch, 9. September, steht künstliche Intelligenz in der Suchtberatung im Mittelpunkt. Diskutiert werden mögliche niedrigschwellige Zugänge, die Entlastung von Beratungsstellen sowie Datenschutz, ethische Grenzen und die unverzichtbare Rolle menschlicher Expertise. Um 19 Uhr folgt der Filmabend „Innenwelten“ mit Kurzfilmen über Sucht- und Genesungserfahrungen sowie einer moderierten Diskussion.

So finden Ratsuchende passende Angebote

Die städtische Mitteilung nennt nicht für jede Veranstaltung Veranstaltungsort, Anmeldung, Kosten oder Barrierefreiheit. Diese Einzelheiten sollten vor dem Besuch im offiziellen Programmflyer geprüft werden. Dort bündelt die Hanse- und Universitätsstadt Rostock die Informationen zu sämtlichen Terminen der Aktionswoche.

Quelle: Hanseatic and University City of Rostock News

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