Von der Redaktion Monalita.de · Stand: 29. September 2026
Am 3. Oktober 1990 trat die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland bei. An dieses Ereignis erinnert der Tag der Deutschen Einheit. Den Beitrittstermin legte die frei gewählte Volkskammer der DDR im August 1990 fest. Der Feiertag fällt 2026 auf einen Samstag; wer einen Ausflug plant oder Besorgungen erledigen möchte, sollte örtliche Veranstaltungen und Öffnungszeiten einzeln prüfen.
Die Volkskammer bestimmte den Beitrittstermin
In der Nacht zum 23. August 1990 beschloss die Volkskammer, dass die DDR mit Wirkung vom 3. Oktober der Bundesrepublik beitreten sollte. Damit entschied das Parlament der DDR über den Zeitpunkt des Beitritts. Die deutsche Einheit war zu diesem Zeitpunkt ein politischer Prozess mit mehreren Beteiligten; der Beschluss bestimmte seinen entscheidenden innerdeutschen Termin.
Seit der Friedlichen Revolution von 1989 hatte sich die Lage rasch verändert. Die Berliner Mauer war gefallen, und im März 1990 hatten die Menschen in der DDR erstmals eine Volkskammer frei gewählt. In den folgenden Monaten verhandelten beide deutschen Staaten über die Bedingungen der Vereinigung. Zugleich mussten Fragen der äußeren Souveränität mit den vier Mächten geklärt werden, die nach dem Zweiten Weltkrieg Rechte und Verantwortung für Deutschland hatten.
Der 3. Oktober gab diesem Prozess einen konkreten Zeitplan. Er lag nach den für September erwarteten internationalen Vereinbarungen und vor der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl, die für Dezember vorgesehen war. Die Volkskammer entschied damit über ein politisch und organisatorisch umsetzbares Datum. Der Tag war keine zufällige Zahl im Kalender und auch nicht der Tag des Mauerfalls.
Was am 3. Oktober 1990 geschah
Mit dem Wirksamwerden des Beitritts endete die DDR als Staat. Ihre Länder wurden Teil der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz galt fortan auch auf ihrem Gebiet. Die Vereinigung bedeutete für Millionen Menschen tiefgreifende Änderungen in Staat, Recht, Verwaltung und Alltag; viele Folgen dieses Umbruchs reichten weit über den Feiertag hinaus.
Der Einigungsvertrag von 1990 regelte wesentliche Bedingungen des Zusammenschlusses. In ihm wurde der 3. Oktober zugleich als Tag der Deutschen Einheit zum gesetzlichen Feiertag bestimmt. So verbindet das Datum zwei Dinge: den staatsrechtlichen Beitritt von 1990 und das jährliche öffentliche Erinnern daran.
Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt den historischen Prozess der deutschen Einheit in ihrem Themenangebot dar. Wer die Entscheidung über den Termin verstehen will, muss dabei die Schritte auseinanderhalten: Der Mauerfall eröffnete neue Möglichkeiten, die Volkskammer setzte den Beitrittstermin fest, und der Beitritt wurde am 3. Oktober wirksam.

Warum nicht der 9. November gefeiert wird
Der 9. November 1989 ist als Tag des Mauerfalls besonders bekannt. Damals öffneten sich die Berliner Grenzübergänge. Die DDR trat an diesem Tag jedoch noch nicht der Bundesrepublik bei. Zwischen der Öffnung der Grenze und der staatlichen Einheit lagen Verhandlungen, Beschlüsse und rechtliche Vorbereitungen.
Hinzu kommt, dass der 9. November in der deutschen Geschichte auch an die nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938 erinnert. Das Datum steht deshalb zugleich für ein Verbrechen gegen jüdische Menschen. Als jährlicher Nationalfeiertag wäre es mit sehr unterschiedlichen historischen Bedeutungen verbunden gewesen. Der 3. Oktober verweist dagegen unmittelbar auf das konkrete Ereignis, das der Feiertag bezeichnet: den Beitritt der DDR.
Diese Unterscheidung hilft auch beim Blick auf Bilder und Berichte aus jener Zeit. Aufnahmen von Menschen an der Berliner Mauer zeigen den November 1989; Bilder von den Feiern zur Einheit gehören zum Oktober 1990. Beides ist Teil der Geschichte der Wiedervereinigung, aber es sind verschiedene Ereignisse.
Was der Feiertag heute bedeutet
Heute ist der Tag der Deutschen Einheit ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Er erinnert an die Überwindung der staatlichen Teilung und bietet Anlass, über die Erfahrungen der Menschen in Ost und West zu sprechen. Dazu gehören die Freude über neue Freiheiten ebenso wie die Schwierigkeiten des politischen und wirtschaftlichen Umbruchs.
Jährliche Feiern, Ausstellungen und Gespräche sind Formen des Gedenkens in der Gegenwart. Sie sollten nicht mit dem historischen Vorgang vom 3. Oktober 1990 verwechselt werden: Damals trat ein Staat einem anderen bei; heute wird dieses Ereignis öffentlich erinnert. Welche Veranstaltungen stattfinden, hängt vom jeweiligen Ort und Jahr ab.
2026 fällt der 3. Oktober auf einen Samstag. Für die Planung ist das vor allem bei Einkäufen und Ausflügen relevant. Der Feiertagsstatus gilt bundesweit, doch Ausnahmen und konkrete Öffnungszeiten können sich je nach Einrichtung und Ort unterscheiden. Auch Programme und Zugangsregeln für lokale Feiern stehen erst mit den jeweiligen Ankündigungen fest. Vor dem Weg zu einem Geschäft, Museum oder Festgelände hilft deshalb ein Blick auf dessen aktuelle Angaben.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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Quellenprüfung Historischer Hintergrund
Die Bundeszentrale für politische Bildung dokumentiert den Prozess der deutschen Einheit; örtliche Angaben zum Feiertag 2026 hängen von den jeweiligen Veranstaltern und Einrichtungen ab.
- Den Beschluss der Volkskammer vom August 1990 vom Wirksamwerden des Beitritts im Oktober u...
- Für Veranstaltungen am 3. Oktober 2026 die Angaben der jeweiligen Stadt oder des Veranstal...
- Öffnungszeiten für einzelne Geschäfte und Einrichtungen direkt vor dem Besuch nachsehen.
- Quelle
- Bundeszentrale für politische Bildung
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-10-02 07:46
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