Nahaufnahme von künstlerischen Grafiken und Papierarbeiten auf einem weißen Tisch im Atelier.

Margit Palme in Aachen: 43 Grafiken ab September

Selbstbewusste Frauenfiguren, präzise Linien und wenige Farben prägen die Druckgrafiken von Margit Palme. Ab September zeigt das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen die Ausstellung „Margit Palme. Neuzugänge“. Zu sehen sind 43 Aquatinta-Grafiken aus zwei Schenkungen. Für Menschen mit Interesse an Druckgrafik, Frauenbildern und Pop Art ist vor allem die Aufteilung wichtig: Von September bis November sind andere Themen zu sehen als ab Dezember. Ein genauer Eröffnungstag, Öffnungszeiten, Eintrittspreise sowie Angaben zu Buchung, Anreise und Barrierefreiheit sind in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Welche Arbeiten sind wann zu sehen?

Der erste Ausstellungsteil widmet sich von September bis November Körperidealen, Tierdarstellungen und dem Leben in der Großstadt. Ab Dezember richtet sich der Blick auf Mode und Stoffe sowie auf Zwänge und Masken. Wer sich besonders für eines dieser Themen interessiert, kann den Besuch nach dem jeweiligen Teil ausrichten. Wer beide Schwerpunkte sehen möchte, braucht zwei Besuche in unterschiedlichen Zeiträumen.

Die Themen zeigen, wie breit Palme ihre zentrale Frage nach der Darstellung von Frauen bearbeitete. In ihren Werkzyklen griff sie Vorstellungen vom weiblichen Körper auf, veränderte sie und spielte mit ihnen. Auch Sport, Freizeit und das Alleinsein gehören zu ihren Motiven. Die zweiteilige Präsentation bietet damit zwei Zugänge zu einem Konvolut, dessen Arbeiten zwischen 1971 und 2025 entstanden.

Wie die 43 Grafiken nach Aachen kamen

Margit Palme (1939–2025) übergab dem Ludwig Forum 2023 anlässlich einer Ausstellung 20 Grafiken. Ihre Tochter Iris Barbara Kubowsky ergänzte diese Schenkung 2026 um weitere 23 Arbeiten. Die Ausstellung führt die beiden Schenkungen zusammen und macht die lange Beschäftigung der Künstlerin mit der Aquatinta und ihren wiederkehrenden Themen sichtbar.

Margit Palme in Aachen: 43 Grafiken ab September

Palme war eine österreichische Malerin und Grafikerin. Nach ihrer Ausbildung an der Modeschule Wien-Hetzendorf studierte sie Grafik und Lithografie in Linz und Salzburg. Ab den späten 1950er Jahren widmete sie sich fast ausschließlich der Aquatinta-Radierung. Trotz dieser Kontinuität blieb ihre Bildsprache nicht gleich: Ab den späten 1960er Jahren näherte sich die Farbigkeit ihrer Arbeiten verstärkt der aufkommenden Pop-Art-Ästhetik an.

Warum das Ludwig Forum Palme mit Pop Art verbindet

Das Ludwig Forum sieht in den Neuzugängen eine Gelegenheit, das stark männlich und US-amerikanisch geprägte Verständnis von Pop Art zu erweitern. Palmes Grafiken bringen dazu eine österreichische Künstlerin und ihre über Jahrzehnte entwickelte Sicht auf Frauenfiguren ein. Der Bezug zur Pop Art liegt dabei besonders in der Farbigkeit ihrer Arbeiten; die Ausstellung zeigt zugleich, wie Palme Motive wie Körperideale, Mode und Großstadtleben eigenständig aufgriff.

Kuratiert wird „Margit Palme. Neuzugänge“ von Mailin Haberland. Veranstaltungsort ist das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen. Vor der Fahrt lohnt sich ein Blick auf die Ausstellungsseite des Ludwig Forums, insbesondere für den genauen Besuchstag und die Eintrittsbedingungen. Für die Themenwahl sind bereits die beiden Zeiträume entscheidend: Körperideale, Tiere und Großstadt von September bis November; Mode, Stoffe, Zwänge und Masken ab Dezember.

Quelle: Ludwig Forum Aachen – Ausstellungen

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