Maria Lassnig und Edvard Munch: Neue Blicke in Hamburg

Besucher betrachten moderne Kunstwerke in einem hellen, weitläufigen Museumsraum der Hamburger Kunsthalle.

Mehr als 180 Arbeiten führen in der Hamburger Kunsthalle die österreichische Künstlerin Maria Lassnig und den norwegischen Maler Edvard Munch erstmals in einer großen Doppelschau zusammen. Die Ausstellung trägt den Titel „Malfluss = Lebensfluss“ und richtet den Blick auf überraschende Parallelen zwischen ihren Werken und Biografien.

Zwei Künstler, eine intensive Bildsprache

Lassnig und Munch trennt mehr als ein halbes Jahrhundert. Dennoch nutzen beide Farbe nicht nur als gestalterisches Mittel, sondern auch als Ausdruck innerer Zustände. Trauer, Liebe, Einsamkeit, Angst, Freude und Schmerz werden in ihren Bildern unmittelbar sichtbar.

Die thematische Gegenüberstellung macht zudem körperliche Empfindungen und Wahrnehmungsebenen zum Ausgangspunkt. Was häufig unbeachtet bleibt, wird in den Werken künstlerisch reflektiert und führt zu eigenwilligen Bildfindungen. Gerade dieser Vergleich ist der zentrale Ansatz der Ausstellung: Das Schaffen beider Künstler soll durch die gemeinsame Präsentation neu lesbar werden.

Maria Lassnig und Edvard Munch: Neue Blicke in Hamburg

Für beide war Malerei mehr als eine Technik. Sie diente als Form der Selbst- und Weltbefragung. Der Untertitel „Malfluss = Lebensfluss“ geht auf ein Gemälde von Maria Lassnig zurück und beschreibt die enge Verbindung von künstlerischem Prozess und gelebter Erfahrung. Ihre Werke zeigen dabei innere und äußere Zustände, die eine unmittelbare emotionale Wirkung entfalten.

Über 180 Werke in der Hamburger Kunsthalle

Zu sehen sind bedeutende Hauptwerke ebenso wie selten gezeigte Gemälde. Ergänzt wird die Auswahl durch Arbeiten auf Papier, Filme, Fotografien und eine Skulptur. Dadurch beschränkt sich die Schau nicht auf klassische Gemälde, sondern zeigt unterschiedliche Medien aus dem Umfeld beider Künstler.

Maria Lassnig und Edvard Munch: Neue Blicke in Hamburg

Die Hamburger Kunsthalle besitzt von Edvard Munch einen großen Bestand an Gemälden und Arbeiten auf Papier. Maria Lassnig wurde dort ebenfalls früh gewürdigt: Die Kunsthalle war das erste deutsche Museum, das Werke der österreichischen Künstlerin ankaufte. Veranstaltet wird die Ausstellung von der Hamburger Kunsthalle und dem Kunsthaus Zürich. Als Kurator*innen werden Dr. Brigitte Kölle, Prof. Dr. Hans Dieter Huber und Dr. Sandra Gianfreda genannt.

Ort und praktische Angaben

Die Ausstellung findet in der Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg, statt. Sie richtet sich vor allem an Kunstinteressierte, die den unterschiedlichen Umgang beider Künstler mit Farbe, Körperwahrnehmung und inneren Zuständen vergleichen möchten.

Maria Lassnig und Edvard Munch: Neue Blicke in Hamburg

Konkrete Beginn- und Enddaten, Eintrittspreise sowie Angaben zu Buchung, Verkehrsanbindung und Barrierefreiheit sind in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Wer den Besuch planen möchte, sollte diese Angaben direkt bei der Hamburger Kunsthalle prüfen. Quelle: Hamburger Kunsthalle, Ausstellung „Maria Lassnig und Edvard Munch: Malfluss = Lebensfluss“.

Source: Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen

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