Massive Rauchwolken steigen über einem bewaldeten Hügel nach einem Waldbrand auf.

Waldbrand bedroht Ortsteil: Bonner Kräfte greifen ein

Von der Redaktion Monalita.de

Ein Waldbrand in Hürtgenwald ist trotz stark böigen Winds daran gehindert worden, sich auf weitere Waldflächen und einen nahe gelegenen Ortsteil auszubreiten. Entscheidend war der Einsatz des EU-Waldbrandmoduls mit zwölf Fahrzeugen und 32 speziell geschulten Feuerwehrkräften aus Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen.

Die Löscharbeiten in einem eigenen Einsatzabschnitt dauerten bis Mitternacht. Anschließend übernahmen weitere überörtliche Einheiten aus Nordrhein-Westfalen die Arbeiten während der Nacht. Damit blieb die Brandstelle auch nach dem planmäßigen Ende des Moduleinsatzes unter Bearbeitung.

Ausbreitung zum Ortsteil erfolgreich gestoppt

Die Einsatzkräfte mussten verhindern, dass die Flammen innerhalb des weitläufigen Waldgebietes weitere Bereiche erfassten. Der stark böige Wind erschwerte diese Aufgabe, weil die Ausbreitung des Feuers unter wechselnden Bedingungen eingedämmt werden musste. Nach Angaben der Bundesstadt Bonn gelang es zugleich, die Flammen auf dem Weg zu dem nahe gelegenen Ortsteil zu stoppen.

Waldbrand bedroht Ortsteil: Bonner Kräfte greifen ein

Für die Bevölkerung ist vor allem dieses Ergebnis relevant: Laut der Mitteilung erreichte das Feuer den Ortsteil nicht. Wie nah die Flammen an die Bebauung herangekommen waren, geht aus den veröffentlichten Angaben allerdings nicht hervor.

Auch zur Brandursache, zur Größe der betroffenen Fläche, zu möglichen Verletzten oder zu Evakuierungen machte die Bundesstadt Bonn keine Angaben. Aus der Mitteilung lässt sich deshalb weder die genaue räumliche Ausdehnung des Brandes noch eine weitergehende Gefährdung einzelner Straßen oder Gebäude ableiten.

Glutnester bis Mitternacht aufgespürt

Führungskräfte der Feuerwehr Bonn fuhren bereits am Nachmittag nach der Alarmierung zur örtlichen Einsatzleitung. Dort bereiteten sie den Einsatz vor und trafen wichtige Absprachen mit den Verantwortlichen vor Ort. Das EU-Modul arbeitete anschließend in einem eigenen Einsatzabschnitt.

Waldbrand bedroht Ortsteil: Bonner Kräfte greifen ein

Neben der unmittelbaren Eindämmung des Feuers mussten die Einsatzkräfte versteckte Glutnester suchen und vollständig ablöschen. Diese Arbeit wurde bis Mitternacht fortgesetzt. Glutnester waren für den Einsatz besonders relevant, weil die Löscharbeiten nicht mit dem Stoppen sichtbarer Flammen abgeschlossen waren.

Zum Einsatz kamen Handwerkzeuge sowie geländegängige Tanklöschfahrzeuge. Die Fahrzeuge stellten Löschwasser bereit und ermöglichten dessen Nachbeschaffung im Waldgebiet. Nach dem planmäßigen Ende dieses Einsatzabschnitts führten andere überörtliche Einheiten aus NRW die Arbeiten über Nacht weiter.

Spezialeinheit für Vegetationsbrände

Für das EU-Waldbrandmodul war Hürtgenwald der erste erfolgreich abgeschlossene Einsatz im eigenen Land. Die beteiligten Feuerwehrkräfte sind speziell für die Bekämpfung von Vegetationsbränden geschult. Sie bringen Erfahrung mit der Eindämmung solcher Feuer durch Handwerkzeuge und mit dem Einsatz geländegängiger Tanklöschfahrzeuge mit.

Waldbrand bedroht Ortsteil: Bonner Kräfte greifen ein

Im Jahr 2026 war das Modul bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und in Spanien eingesetzt worden. Hinzu kommen Erfahrungen aus früheren Einsätzen, insbesondere im Mittelmeerraum.

Die deutsche Waldbrandeinheit setzt sich grundsätzlich aus Feuerwehrkräften der Städte Bonn, Düsseldorf, Leverkusen und Ratingen sowie aus Königswinter zusammen. In Hürtgenwald waren Kräfte aus Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen beteiligt. Quelle der Einsatzangaben ist eine Mitteilung der Bundesstadt Bonn.

Quelle: Federal City of Bonn Newsroom

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten