Von der Redaktion Monalita.de
Rund 60 Kinder und Jugendliche haben in Cottbus/Chóśebuz eine Woche lang erlebt, wie gemeinschaftliche Entscheidungen, öffentliche Aufgaben und eine eigene Wirtschaft funktionieren. Die Kinderstadt 2026 auf dem Gelände des JUKS e.V. endete am vergangenen Freitag nach fünf Ferientagen, an denen die 8- bis 14-Jährigen ihren Alltag weitgehend selbst gestalteten.
Die Teilnehmenden arbeiteten in unterschiedlichen Berufen und Einrichtungen, organisierten das Zusammenleben und verdienten die eigens geschaffene Währung „Krebsis“. Damit verband das kostenfreie Ferienprojekt Demokratiebildung mit konkreten Erfahrungen: Entscheidungen mussten gemeinsam getroffen, Aufgaben übernommen und Angebote für die kleine Stadt geplant werden.
Verantwortung in Verwaltung, Polizei und Handwerk
Die Kinderstadt bildete wesentliche Bereiche einer Kommune in vereinfachter Form ab. Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner übernahmen Aufgaben unter anderem in der Stadtverwaltung, bei der Polizei und im Handwerk. Weitere Angebote eröffneten ihnen Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und gesellschaftliche Funktionen.
Verantwortung blieb dabei nicht auf einzelne Rollen beschränkt. Die Kinder entschieden mit, wie ihr Stadtleben organisiert werden sollte, und mussten ihre Vorstellungen innerhalb der Gemeinschaft abstimmen. Das machte nachvollziehbar, dass Mitbestimmung neben eigenen Ideen auch Zusammenarbeit und verbindliche Entscheidungen verlangt.
Die Beteiligung reichte bis zur Versorgung der Kinderstadt. So legten die Teilnehmenden selbst fest, welche gastronomischen Angebote es geben sollte. Eine alltägliche Frage wurde dadurch zur gemeinsamen Planungsaufgabe, bei der Wünsche gesammelt und in ein funktionierendes Angebot übersetzt werden mussten.
Krebsis verbanden Arbeit und Wirtschaft
Mit den „Krebsis“ erhielt die Kinderstadt zusätzlich einen eigenen wirtschaftlichen Rahmen. Die Teilnehmenden verdienten die Währung in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen und erfuhren so, wie Arbeit, Aufgabenverteilung und wirtschaftliches Handeln innerhalb einer Gemeinschaft miteinander verbunden sind.
Nach Darstellung der Stadt stand dabei nicht theoretischer Unterricht im Vordergrund. Die Kinder sollten gesellschaftliche Zusammenhänge durch eigenes Handeln, Ausprobieren und gemeinsames Entscheiden kennenlernen. Das Projekt zielte damit auf soziale Kompetenzen und Selbstwirksamkeit: Die Teilnehmenden konnten unmittelbar sehen, welchen Einfluss ihre Entscheidungen auf den gemeinsam organisierten Alltag hatten.
Die städtische Mitteilung beschreibt die Abläufe und pädagogischen Ziele, enthält jedoch keine Befragung oder messbare Auswertung des Lernerfolgs aus Sicht der Kinder.
Besuch bei hochsommerlichen Temperaturen
Eike Belle, Cottbuser Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Kultur, sowie die Kinder- und Jugendbeauftragte Lea Sattler besuchten das Ferienprojekt während der heißen Woche. Sie brachten den Kindern und Jugendlichen Eis mit und verschafften sich vor Ort einen Eindruck von den Aufgaben und Angeboten.
Belle hob anschließend hervor, dass die Teilnehmenden Verantwortung übernahmen und ihre eigene Gemeinschaft gestalteten. Sattler verwies besonders auf die Erfahrung der Selbstwirksamkeit und darauf, dass die Kinder anhand ihrer Rollen nachvollziehen konnten, wie eine Stadt funktioniert.
Regionale Partner tragen das Ferienprojekt
Vereine, Institutionen, Unternehmen sowie weitere Partner aus der Region wirkten an einzelnen Bereichen der Kinderstadt mit. Durch ihre Erfahrungen konnten die Teilnehmenden verschiedene Berufe und gesellschaftliche Aufgaben unter praxisnahen Bedingungen kennenlernen. Hinzu kamen zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer.
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz richtet die Kinderstadt jährlich als kostenfreies Ferienprojekt aus. Finanziell ermöglicht wird das Angebot durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg sowie mit Unterstützung der Sparkasse Spree-Neiße und der Gebäudewirtschaft Cottbus. Einen Termin oder Anmeldezeitraum für die nächste Ausgabe nennt die Abschlussmitteilung nicht.
Quelle: City of Cottbus Press Releases
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Quellenprüfung Quellennachweis
Der Bericht wurde anhand der Abschlussmitteilung der Stadt Cottbus/Chóśebuz redaktionell aufbereitet.
- Teilnehmerzahl und Altersgruppe wurden mit der städtischen Mitteilung abgeglichen.
- Die beschriebenen Aufgaben, Mitbestimmungsformen und die Währung „Krebsis“ stammen aus der...
- Förderer, Unterstützer und die jährliche kostenfreie Ausrichtung wurden quellengetreu über...
- Für Lernfortschritte wurden keine über die Mitteilung hinausgehenden Messwerte behauptet.
- Quelle
- Stadt Cottbus/Chóśebuz – Pressemitteilung
- Umfang
- Cottbus/Chóśebuz
- Aktualisiert
- 2026-08-03 19:41
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